Tagestipps im Radio

Tagestipps

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

75 Jahre Benesch-Dekrete Vertreibung Das Sudetenland Von Vít Polácek und Matthias Schmidt Regie: die Autoren Produktion: MDR 2020 - Ursendung -

Mittwoch 20:03 Uhr SRF 1

Spasspartout

«Der Suboptimist» Solo-Kabarett mit Christoph Simon Christoph Simon ist Schriftsteller, Kabarettist, Vater, Beobachter, Reisender, Fragender, Liebender, Zweifler, Zuhörer und Gewinner. Er gewann 2014 das Oltner Kabarett-Castings, war zweifacher Schweizermeister im Poetry Slam (2014 und 2015) und konnte 2018 den Salzburger Stier entgegennehmen.

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Schattenspur Von Bev Marshall Aus dem Amerikanischen von Almuth Carstens Mit Laura Maire, Alexander Khuon, Guntbert Warns, Cristin König, Bernhard Schütz, Frauke Poolman, Karina Plachetka, Christin Marquitan, Udo Kroschwald, Martin Engler, Götz Schulte, Jens Wawrczeck und Friedhelm Ptok Bearbeitung und Regie: Irene Schuck DKultur 2005 Mississippi, 1941. Als die 17-jährige Sheila Barnes tot gefunden wird, ist nichts mehr wie es war. Alle hatten Sheila ins Herz geschlossen. Aus einer bitteren Kindheit war sie auf die Farm der Cottons gekommen, um nach Arbeit zu fragen und gehörte schon bald zur Familie. Trotz eigenen Leids war sie voller Lebenslust und Energie. Und trotz ihres Buckels faszinierte sie die Männer, so auch den Farmarbeiter Stoney Barnes, den sie heiratete. Umso größer ist für alle der Schock, als sie tot in Cottons Maisfeld liegt. Bev Marshall, geb. 1945 in McComb/Mississippi, Autorin. Romane u.a. Schattenspur (2004), Im Süden meines Herzens (2006).

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy & schräge Lieder Der Musikkabarettist Lennart Schilgen Lieder, Schabernack und Schabernacklieder Von Luigi Lauer Reinhard Mey hätte es wissen müssen. Er ließ Lennart Schilgen verbieten, ein Lied aus Meys erstem Album von 1967 parodistisch neu zu texten. Schilgens Antwort: ein Lied mit dem Titel: "Am Tag, an dem ich Post von Reinhard Meys Anwalt bekam". Schilgen, Jahrgang 1988, war schon als Schüler in der Band Tonträger aktiv, die stilistische Unentschlossenheit, gepaart mit grobmotorigem Humor, zum Programm erhob. Ab 2015 stellte der Fachmann für neue Blickwinkel sich zusätzlich mit seinem ersten Soloprogramm "Engelszungenbrecher" auf die Bühne. Und das knallte gleich rein: Bielefelder Kabarettpreis 2016, St. Ingberter Pfanne 2017, Stuttgarter Besen 2018, Prix Pantheon 2019. Seither ist Lennart Schilgen mit seiner Gitarre und seinem neuen Programm "Verklärungsbedarf - Lieder vom Schwarz malen & Schönfärben" unterwegs, um abzuräumen, was an Preisen sonst noch zu holen ist. Schilgen kommt. Langsam, aber gewaltig. Reinhard Mey hätte es wissen müssen.

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Karl Foerster ­ Gärtner, Staudenzüchter, Literat

Feature von Angelika Mieth Karl Förster bevorzugte, die leisen Töne und war zeitlebens ein Mensch, der Aufsehen vermied und lieber durch seine Arbeit, sein Wesen, seine Entscheidungen wirken wollte. Seine Zeitgenossen und Freunde nannten ihn den "Seelenarzt von Potsdam" oder den "Pflanzenzauberer" und Gartenfreunde verdanken dem "Staudenförster" viele Züchtungen zum Beispiel bei Phlox und Rittersporn. Doch Karl Foerster war auch ein Philosoph und Sätze wie: "Die Blume erweist sich als größerer Pionier eines neuen Verhältnisses zwischen Welt und Seele, als wir ahnen" basieren auf jahrelangen Forschungen und Überlegungen. Karl Foerster starb vor 50 Jahren, doch seine Bücher erscheinen heute, in Zeiten des Klimawandels, aktueller denn je. In dokumentarischen O-Tönen aus dem Jahr 1986 erinnern sich Freunde und vor allem seine Frau Eva an einen bewundernswerten Visionär. Regie: Fritz-Ernst Fechner Produktion: Rundfunk der DDR 1986 / MDR 2020

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Ruf der Wildnis Hörspiel nach Jack London Von Soeren Voima Regie: Cordula Dickmeiß Mit: Nico Holonics Komposition: Andreas Bick Musiker: Cosima Gerhardt, Andreas David, Karl Ivar Refseth Ton: Manuel Glowczewski, Joachim Henning Produktion: NDR 2018 Länge: 52"22 Jack Londons Abenteuerroman erzählt die Lebensgeschichte des Hundes Buck. Er wird nach Alaska verschleppt, mehrfach verkauft und als Schlittenhund brutal ausgenutzt. Eine Parabel auf das Kapital und seine Auswüchse im Goldrausch. Jack London schilderte 1903 in "The Call of the Wild" die Erlebnisse des Hundes Buck als Überlebenskampf unter schlimmsten Bedingungen. Bucks Geschichte ist die einer fatalen, unerbittlich fortschreitenden Entzivilisierung. Der Hund lebt zunächst bei einem angesehenen Richter im sonnigen Kalifornien. Er kennt weder Arbeit noch Hunger oder Gewalt - bis er verkauft wird und als Schlittenhund inmitten des goldberauschten Alaska landet. Dort ist er der brutalen Behandlung durch häufig wechselnde Besitzer ausgeliefert. Er wird zum Überlebenskünstler, der das Recht des Stärkeren eingebläut bekommt und die rauen Regeln schließlich verinnerlicht. Als ihn ein Goldgräber aus seinem Elend befreit und er wieder Zuneigung erfährt, ist Buck zwischen Treue und dem Ruf der Wildnis hin- und hergerissen. Soeren Voima, eigentlich Christian Tschirner, geboren 1969 in Lutherstadt-Wittenberg, Autor, Bearbeiter, Regisseur, Dramaturg. Seit der Spielzeit 2019/20 leitender Dramaturg an der Schaubühne in Berlin. Einst Tierpfleger im Zoo der Stadt Leipzig, dort Abitur an der Abendschule, später Schauspielstudium an der "Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch" in Berlin. Ab 1995 Engagements als Schauspieler und Regisseur an vielen Theatern. Seit 2002 Autor. Ab 2009 auch Dramaturg in Hannover, Hamburg und Berlin. Jack London (1876-1916) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist. Seine Abenteuerromane, unter anderen "Ruf der Wildnis", "Wolfsblut", "Der Seewolf", erlangten Weltruhm und sind vielfach verfilmt worden, "Ruf der Wildnis" neunmal. London bekannte sich in seinen politischen Essays offen zum Sozialismus, wenn auch sehr eigener Prägung. Er war bis kurz vor seinem Tod Mitglied der Socialist Party der Vereinigten Staaten und bewarb sich 1901 für diese Partei erfolglos um das Amt des Bürgermeisters von Oakland. Sein literarisches Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ruf der Wildnis

Mittwoch 22:05 Uhr NDR Blue

Nachtclub Classics

Kulturkrieger im Geiste Afrikas Plunky J. Branch und seine Band Oneness of Juju gehörten in den 70er-Jahren zu den US-Bands, die eine Verbindung zwischen Funk, Soul, Jazz und afrikanischen Einflüssen anstrebte Mit Heinrich Oehmsen Der Afrika-zentrierte Jazz eines Pharoah Sanders beeinflusste die Musik des in Virginia geborenen Trompeters Plunky J. Branch genauso wie Funk und Soul. Branch gründete die Band Oneness of Juju Anfang der 70er-Jahre in San Francisco, sie wurde später Teil der New Yorker Loft-Jazz-Szene. Branch ging dann in seine Heimatstadt Richmond/Virginia zurück, wo er das Black Fire Label gründete, das von 1975 bis 1993 existierte. Darauf brachte er die Musik seiner eigenen Gruppen heraus, aber auch Musik anderer Künstler. "African Rhythms" heißt eine Komposition von ihm, und das ist gleichzeitig auch sein künstlerisches Credo. Perkussiver Soul-Jazz war das Markenzeichen von Oneness of Juju. "Wir interessierten uns sehr für Afrika und wollten unserer Musik einen afrikanischen Spirit geben", sagte Branch über seine Musik. Damit hat er später die Go-Go-Szene in Washington D.C. maßgeblich beeinflusst und ein paar unsterbliche Soul-Jazz-Klassiker geschaffen. Erstsendung Sonnabend, Wiederholung am Mittwoch auf NDR Blue Nachtclub Classics

Mittwoch 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

Mit Peter Rixen Flamenco-Pianist: Dorantes David Peña Dorantes, kurz Dorantes, ist Teil einer musikalischen Evolution, die im Flamenco in den 70er Jahren begonnen hat. Die Adaption gitarren-spezifischer Spieltechniken hat er besonders konsequent verfolgt. bis 00:00 Uhr

Mittwoch 23:05 Uhr BR-Klassik

Jazztime

Jazz aus Nürnberg: Mostly Vocal Der Pianist Fred Hersch in Aufnahmen mit den Sänger*innen Leny Andrade, Jay Clayton, Kurt Elling, Kate McGarry und Norma Winstone Moderation und Auswahl: Beate Sampson

Dienstag Donnerstag