Features im Radio

Features

Dienstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Follow me - Stories von und mit jungen Menschen

Wie wir fühlen, denken und handeln (2). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin *Wie wir denken ... * *Alles auf Touch* *Und der daraus resultierende Druck* Wenn ich mein Instagram öffne, sehe ich tausend Sachen gleichzeitig. Politische Aufklärungsarbeit, Outfitfotografien, ?echte" Kunst. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt etwas nicht wissen zu können. Wie geht unsere Generation mit der Flut an Informationen um? Welche Chancen oder Gefahren birgt sie? Wie schaffen wir es daraus für uns Relevantes zu selektieren und inwiefern übernehmen das Algorithmen? Um Abzuschalten wird Neues eingeschalten: "Binge Watching", also das Schauen bzw, Streamen einer oder mehrerer Serien am Stück wird als Ausgleich verstanden. Wie können wir die Geräte und Plattformen sinnvoll nutzen, ohne dass wir das Gefühl bekommen, dass sie aus uns selbst den größeren Nutzen schlagen? Gestaltung: Hannah Horsten *Videospiele - eine digitale Freundschaft* *Über das Aufsuchen von surrealen Welten* Eine Generation wachst mit Videospielen auf. Verträumt und aggressiv wird sie betitelt. Doch die eigentliche Faszination beim Abtauchen in digitale Welten ist viel fundamentaler... Meine Recherche, nach dem Grund des allgegenwärtigen Eskapismus, beginnt bei mir selbst. Aufgewachsen mit Tamagotchi und Nintendo DS spiele ich auch heute noch gerne Videospiele. Anhand meiner eigenen Spielerbiographie durchstreifen wir die letzten 20 Jahre Gaming History. Gestaltung: Nicholas Ivansits *Diversität in den Medien* *Eine Minderheit im Aufbruch?* "Ja, die hat aber auch ein top Profil. Super engagiert, weiblich und einen Migrationshintergrund." So lautete der Kommentar eines Kollegen, als eine Bekannte vor einigen Jahren eine Stelle als Volontärin in einem Medienunternehmen ergatterte. Dabei müssen Personen mit einem Migrationshintergrund in ihrer Bildungs- und Berufslaufbahn meist mehr Leistungen erbringen, um wie ihre Mitstreiter/innen eingestuft zu werden. Auch in der Medienwelt besteht Nachholbedarf, denn Journalist/innen mit einem Migrationshintergrund gehören weiterhin zur Minderheit. Junge Podcaster/innen mit einem Migrationshintergrund sprechen Themen aus ihrer Lebenswelt an, die "Mainstream"-Medien kaum berücksichtigen und das mit Erfolg. Gestaltung: Luna Ragheb *Generationenkonflikt* *"Die Zukunft auf unseren Schultern"* "You have stolen my dreams and my childhood with your empty words" wirft Greta Thunberg den politischen Machthabern vor, die seit Jahrzehnten leere Versprechen von sich geben und eine gerechte Klimapolitik vernachlässigen. Während die Generation der "Baby-Boomer" in ihren jungen Jahren nach dem Motto "Was kostet die Welt?" gelebt hat, heißt es für die junge Generation "Was kostet die Klima-, Corona- und Wirtschaftskrise?". "Ok, Boomer!" ist zur abwertenden Parole geworden, mit dem die Jungen den Alten signalisieren, dass sie nicht verstanden haben, worum es geht. Ist die heutige Jugend tatsächlich politischer? Und wird sich der Generationenkonflikt noch verschärfen? Gestaltung: Fabiola Noll

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Joseph Beuys Leben als Konzept und Aktion Stelen und Stolpersteine Kulturgeschichte des Gedenkens Das Kalenderblatt 11.05.1848 Johannes Rebmann entdeckt den Kilimandjaro und keiner glaubt ihm ein Wort Von Simon Demmelhuber Joseph Beuys - leben als Konzept und Aktion Autorin: Christine Hamel / Regie: Frank Halbach Joseph Beuys ist ein Jahrhundertkünstler, als Bildhauer, Aktivist, Lehrer und Aktionskünstler hat er die Kunst des 20. Jahrhunderts grundlegend verändert. Er pflanzte 7000 Künstlerbäume, erklärte einem toten Hasen die Kunst, installierte eine Honigpumpe am Arbeitsplatz und sorgte dafür, dass ein ganzes Land heiß über Fettecken stritt. Beuys war immer beides: Ikone und Ärgernis. Seine Kunst empfanden die einen als "teuersten Sperrmüll", die anderen ließen sich mitreißen von ihrem spielerischen, hohen metaphorischen Potential, aus dem der Funke der Veränderbarkeit des Lebens sprüht. Beuys hat die deutsche Nachkriegskunst aus ihrer Beklommenheit befreit. Gleichzeitig war der Künstler tief in der Nazivergangenheit verstrickt. Er erdichtete sich einen idealistischen Lebenslauf inmitten nationalsozialistischer Verwerfungen und propagierte künstlerische Heilung, wo aufklärerische Auseinandersetzung gefragt war. Ein Künstler der Ambivalenz, dem sich das Feature von Christine Hamel über Person und Werk annähert. Stelen und Stolpersteine - Kulturgeschichte des Gedenkens Autor: Florian Kummert / Regie: Martin Trauner Der Holocaust, oder auf hebräisch die Schoa, die "große Katastrophe". Wie soll sich die Nachwelt erinnern an das kollektive Leid, aber auch an die Einzelschicksale? Neben abstrakten Mahnmalen sowie den zentralen Erinnerungsorten wie den KZ-Gedenkstätten gibt es für die Erinnerungskultur einen dezentralen Gegenpol, der immer wichtiger wird: Stelen, Wandtafeln und Stolpersteine. Sie erinnern an verjagte, verschleppte und ermordete Personen, und zwar an ihren letzten noch freiwillig gewählten Wohnorten, mit Namen, Geburts- und Todesdaten, wenn möglich mit Biografien und Fotos. Eine Erinnerungskultur, die vor allem von Ehrenamtlichen und lokalen Gruppen am Leben erhalten wird, aber die auch Streit über die korrekte und pietätvolle Form des Andenkens an die Schoa-Opfer ausgelöst hat. Moderation: Kristina Thiele Redaktion: Andrea Bräu

Dienstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Doris Dörrie "Die Welt einatmen" Zwischen Buddhismus und Kamikaze Die Symbolwelt der japanischen Kirschblüte Das Kalenderblatt 11.05.1848 Johannes Rebmann entdeckt den Kilimandjaro und keiner glaubt ihm ein Wort Von Simon Demmelhuber Doris Dörrie - "Die Welt einatmen" Autorin: Silke Wolfrum / Regie: Eva Demmelhuber Schon in ihrer Kindheit in Hannover entstand Doris Dörries Liebe zum Erzählen und zum Reisen. Beides gehört bei ihr eng zusammen, denn aus der Beobachtung der Umgebung schöpft sie ihre zahlreichen Romane, Geschichten, Kolumnen und Drehbücher. Je fremder die Umgebung, desto besser. Bekannt wurde "Deutschlands erfolgreichste Regisseurin", wie der Spiegel 1986 titelte, durch die Dreiecks-Komödie "Männer". Doch die Komödie blieb nicht ihr einziges Genre, zumal eines ihrer gern bearbeiteten Themen der Tod und die Vergänglichkeit des Lebens ist. Begeistert aufgenommen wurde auch ihr Film "Kirschblüten - Hanami" mit Elmar Wepper in der Hauptrolle des verwitweten Ehemanns, der in Japan die Träume seiner verstorbenen Frau nachlebt. Japan ist Dörries zweite Heimat geworden, viele ihrer Filme spielen dort. Immer wieder suchen ihre Figuren das Glück, mühen sich ab, scheitern und finden dann in der Feier des Augenblicks vielleicht so etwas wie Frieden. Doris Dörrie selbst versucht schreibend das Leben zu genießen und ein Stück weit festzuhalten - eine Überlebensstrategie, die sie in ihrem Buch "Leben, schreiben, atmen" allen empfiehlt. Zwischen Buddhismus und Kamikaze - die Symbolwelt der japanischen Kirschblüte Autorin: Isabella Arcucci / Regie: Christiane Klenz Sie gehört zum Japan-Klischee wie der Samurai oder die Geisha: Sakura no hana - die Kirschblüte! Jedes Jahr im Frühjahr gehen Bilder durch die Weltpresse, auf denen Massen von Japanern zu sehen sind, die unter duftigen Kirschbäumen den Frühling begrüßen. Doch die Kirschblüte ist in Japan mehr als ein Picknick-Anlass oder ein kitschiges Dekor auf Hello-Kitty-Accessoires. Seit 1.000 Jahren steht sie auch in Verbindung zum Buddhismus, als das Symbol der Vergänglichkeit alles Irdischen. Denn sobald die Kirsche ihre vollste und schönste Blüte erreicht hat, beginnt sie auch schon, diese Blüten zu verlieren. Während früher weise Mönche und verträumte Hofdamen die Kirschblüte in melancholischen Versen priesen, besingen heutige Popsongs die Sakura-no-hana als Symbol für die erste Liebe oder die erwachenden Zukunftsträume moderner Teenager. Für die jungen Kamikaze-Piloten jedoch, bedeutete die Kirschblüte das Ende all ihrer Hoffnungen. Die japanische Regierung wollte Nippons Söhne in der Blüte ihrer Jugend fallen sehen "wie Kirschblüten" und schickte sie in mit Kirschblüten bemalten Flugzeugen und mit Kirschblüten bekränzt auf ihre letzte Reise in den Tod ... Erstsendung: BR 2013 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 16:05 Uhr Ö1

Tonspuren

"Mit einem solchen Körper lässt sich nichts erreichen". Der Beamte und Schriftsteller Franz Kafka in Prag. Mit Michael Dangl als Franz Kafka und Irina Wanka als Erzählerin. Ein Feature von Nikoilaus Scholz Prag um 1900 - den Zeitgenossen galt Prag als Stadt des Streites, wiewohl als ein Modell für Mitteleuropa, das durch einen regen kulturellen Austausch zwischen den Nationalitäten Künstler wie Literaten tschechischer und deutscher Sprache in seinen Bann zog. In diesem Ambiente wächst der junge und empfindsame Franz Kafka unter der Herrschaft seines grobschlächtigen Vaters auf, und erlebt, wie Automobile, Telefone und Fließbänder den Puls der Zeit beschleunigen. Während hunderttausende Soldaten im ersten Weltkrieg an der Front fallen, verrichtet der ausgebildete Jurist seinen Dienst im Büro der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag. Er gilt in den Augen seiner Vorgesetzen nicht nur als äußerst korrekter Angestellter, sondern als überaus fähiger Advokat, der mit allen Wassern gewaschen ist. Des Öfteren muss Kafka die Versicherungs-Anstalt vor dem Gericht vertreten, sei es wegen zu hoher Versicherungs-prämien, oder um ungerechtfertigte Klagen von Unfallopfern abzuweisen. Während der stets elegant gekleidete Kafka tagsüber einem geregelten Beruf nachgeht, ist er nächtens wie auf Droge. Seine Droge: das Schreiben, das er als ungeheure Befreiung und als eine Art Rausch erlebt. So gelingt es ihm, in der Nacht vom 22. auf den 23. September 1912 seine erste große Erzählung in einem Zug nieder zu schreiben: Das Urteil - an deren Ende Georg Bendemann von seinem Vater ins Wasser getrieben wird. Feature von Nikolaus Scholz

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Featurearchiv - Sorgen (3/3) Pflegenotstand. Von der Ökonomie des Sozialen Von Leonhard Koppelmann und Robert Steudtner Regie: die Autoren Produktion: WDR/Deutschlandfunk 2008 Seit Beginn der Corona-Pandemie heißt es überall, Pflege sei systemrelevant. Aber Applaus von den Balkonen ändert nichts an den Fehlern im System. Welche Folgen hat es, wenn die Sorge um Alte und Kranke an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird? Wer sorgt für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Viele schieben diesen Gedanken auf, solange es geht. Wenn sie im Alter Hilfe brauchen, bleibt als einziger Weg oft nur ein Leben im Pflegeheim - fremdbestimmt, ständig unter Beobachtung, versorgt von Menschen, deren Arbeit straff getaktet ist. Für wirkliche Zuwendung fehlt die Zeit. Pflegekräfte sind überlastet und oft frustriert, weil ein Beruf, der für sie Berufung war, zur Fließbandarbeit wird. Das Feature zeigt anhand von Gesprächen mit Pflegenden und Gepflegten, mit Behörden, Wissenschaft und Politik, dass wir die Verantwortung für unsere nächsten Angehörigen nicht komplett an professionelle Kräfte abgeben können. Pflegenotstand. Von der Ökonomie des Sozialen

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Klassismus: Eine endlich beachtete Diskriminierungsform oder Klassenkampf reloaded? Von Houssam Hamade Viele Jahre lang war er der "arme Vetter der Diskriminierungsformen". Klassismus meint die Benachteiligung vom Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder sozialen Position. Dabei geht es sowohl um die "harte" materielle Benachteiligung, als auch die "weiche" kulturelle Variante, die Verachtung, die Ignoranz und den Spott von oben. Inzwischen wird Klassismus breit diskutiert. Was heißt es, davon betroffen zu sein? Wie stellt sich "Armenverachtung" heute dar. Was kann man tun?

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Die Wahrheit als Wunderkerze Erinnerung an Joseph Beuys Von Peter Moritz Pickshaus SWR/NDR 2001 Joseph Beuys gilt international als der bekannteste deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts. Sein "erweiterter Kunstbegriff", den Beuys selber als sein "größtes Kunstwerk" bezeichnete, führte ihn in die politische Arena. 1979 war er Mitbegründer der Grünen. Im Zentrum seines "erweiterten Kunstbegriffs" steht die Einheit von Kunst und Leben. Er wurde der Mann mit dem Hut, der Künstler als Schaufigur. Die Erschaffung der öffentlichen Rolle diente der eigenen Legitimation. Das Feature stellt die Frage nach dem unausgesprochenen Anspruch auf Weltheilung. Am 12. Mai vor 100 Jahren wurde Joseph Beuys geboren. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

From Pink to Blue Die Stimme von Joni Mitchell Von Jan Decker Regie: Friederike Wigger Mit: Sebastian Schwarz, Lyonel Holländer, Lena Stolze, Marina Frenk, Walter Kreye, Michael Evers, Oliver Nitsche und Friederike Wigger Ton: Thomas Monnerjahn Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018 Länge: 54"25 In der Jugend eine Folk-Ikone mit sirenenhaftem Sopran. 30 Jahre später eine lebende Legende mit brüchigem Alt. Was an Joni Mitchell fasziniert, berührt, manchmal auch verstört, das erzählt ihre Stimme. In der Stimme des Menschen hört man alles, sie ist Ausdruck und Handeln des Menschen, man braucht nicht mehr, um ihn zu erkennen: Mit dieser Einsicht (frei nach Rudolf Arnheim) lässt sich auch das Phänomen Joni Mitchell erschließen. In ihrer Stimme, die von den höchsten Registern am Beginn ihrer Karriere bis zu irritierenden Tiefen an deren Ende reicht, schwingt schon der ganze Mythos mit: Die kanadische Sängerin ist feministische Ikone, aufrechte politische Kämpferin und bahnbrechende Songwriterin. Jan Decker, geboren 1977 in Kassel, lebt als Autor in Osnabrück. Schreibt vor allem Hörspiele und Features, u.a. "Jaco Pastorius" Gang durch den Schnee von Rheidt nach Havona" (Deutschlandradio Kultur 2011), "Morgenland und Abendland" (Deutschlandradio Kultur 2013), "Texas Pattis Karnevalsparty"" (Deutschlandfunk Kultur 2017). Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis. 2018 erschien sein Roman "Der lange Schlummer". Zuletzt: "Bestie Angerstein" (SWR 2019). From Pink to Blue

Dienstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Follow me. Stories von und mit jungen Menschen. Wie wir fühlen, denken und handeln (2). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin

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