Features

Donnerstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Wie die Millennials arbeiten wollen

Zwischen Sicherheitsdenken und Selbstverwirklichung (4). Gestaltung: Irmgard Wutscher Sie verlangen die 30-Stunden-Woche wegen der Work-Life-Balance und für ihre Arbeit ständig Lob und Ansprache. Sie wollen sich permanent weiterbilden und verändern, aber keine Verantwortung übernehmen. Das sind nur einige der Vorurteile, die Arbeitgeber/innen über die Generation Y oder auch Millennials haben. Gleichzeitig bescheinigen ihnen Beobachter/innen wie die ZEIT-Journalistin Kerstin Bund, dass sie eine stille Revolution in der Arbeitswelt vorantreiben würden, die zu besseren und menschenwürdigeren Arbeitsbedingungen für alle führen. Grob gefasst werden die Millennials oder auch Generation Y als die Alterskohorte der zwischen den frühen Achtzigern und den späten Neunzigern Geborenen. Sie vereint, dass sie mit dem Internet und in verschiedensten Wirtschaftskrisen groß geworden sind. Dass für sie die Versprechen der Generationen vor ihnen "Arbeite hart, dann wird was aus dir und dann genieße die Pension" so nicht mehr gelten. Weil die Arbeitswelt flexibler und unberechenbarer geworden ist, sind sie es auch bzw. sind sie nicht mehr bereit, dem Job alles zu opfern. Wo steht also diese Generation, die entweder gerade dabei ist in den Jobmarkt einzusteigen oder die ersten 10 Jahre im Arbeitsleben hinter sich hat? Können sie dank ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit (sie sind weniger und daher gefragt) wirklich die Arbeitswelt verändern? Oder sind sie die Generation Praktikum und Prekär, die mit dem eigenen Laptop im Kaffeehaus arbeitet und noch immer auf den fixen Vertrag wartet? Beides, weiß Irmgard Wutscher, die sich in Coworking-Spaces, Kreativagenturen aber auch klassische Betriebe und Arbeitsagenturen aufgemacht hat, um mit der den Millennials und ihren Nachfolgerinnen, der Generation Z (nach 2000 Geborene) über ihren Einstieg in den Arbeitsmarkt, ihr Verhältnis zur Arbeit und ihre Sicht auf die Zukunft zu sprechen. Zusätzlich fragt sie Expert/innen, welche Trends sich verstärken und wie eine Arbeitswelt der Zukunft aussehen könnte.

Donnerstag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das Casting neuer Ideen (4). Gestaltung: Stefan Niederwieser, Sarah Kriesche, Ilse Huber, Margit Atzler Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] wird das Zukunftspotential Österreichs präsentiert. Eingeladen sind 20 bis 30-Jährige in kurzen Videoclips vorzustellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Was ist gefragt? Innovative Ideen, die heute bestehende Technologien, Dienstleistungen sowie gesellschaftliche und politische Prozesse verändern oder ersetzen sollen und damit zur "Reparatur der Zukunft" beitragen. Ideen, die Probleme erkennen, und Lösungen anbieten: von Klimaschutz, Armutsbekämpfung, bis zu innovativen Businessideen, von privaten Gesprächsrunden, Podcasts, Umweltschutz, Sharing-Initiativen bis zu Forschungsprojekten, von digitalen Apps, Fashion, Lernhilfen, Events, Partys, sozialen Innovationen bis hin zu selbstproduzierten Dingen aller Art. Erlaubt ist alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Das Radiokolleg berichtet über eingereichte Projekte, wie die Zukunft im Jetzt repariert werden kann. *Cleanvest - Investieren für eine bessere Welt* Im November letzten Jahres veröffentlichte das social Impact-Unternehmen ESG-Plus die Plattvorm "Cleanvest". Die Leiterin, Elisabeth Müller, versteht sich als Nachhaltigkeitsübersetzerin für die Finanzbranche. Ihre Vision, die sie mit der Plattform Cleanvest umsetzen will ist eine Umschichtung von Geld hin zu sozial Gerechten und klimaschonenden Unternehmen. Gestaltung: Sarah Kriesche Link: www.cleanvest.org/de/ *Oh Wow - Podcasts, die etwas ändern wollen* Oh Wow gibt Podcasts heraus zu nachhaltigem Investieren, zu weiblichen Vorbildern oder Philosophie. Das Label versteht sich als Agentur für Organisationen, die etwas ändern wollen. Jeanne Drach - ehemals Musikerin - hat Oh Wow gegründet, um Wissen und Mut zu vermitteln. Mittlerweile kann sie davon leben. Ihr geht es nicht zuletzt um Spaßverbreitung. Gestaltung: Stefan Niederwieser Link: http://ohwow.eu *Ankommen in Wien - Vom ersten Schritt zum permanenten Austausch* Wer sich an die vielen Ankömmlinge in Österreich erinnert, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet waren, hat die improvisierten Kleider- und Essensausgaben an den Bahnhöfen genauso vor Augen wie die medizinische und hygienische Versorgung. Viele Hände halfen 2015 spontan mit. Aus den unzähligen Ersthilfe-Initiativen hat sich der Verein "Ankommen in Wien" etabliert. An der Seite der Gründerin, Sigrid Spenger, arbeiten noch zwei weitere Personen, die vor allem Geflüchtete aus Afghanistan begleiten und betreuen. Gestaltung: Ilse Huber

Donnerstag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Das Jahrhundertalbum Bitches Brew

Wie Miles Davis den Electric Jazz erfand (4). Gestaltung: Thomas Mießgang Donald Fagen, Mastermind der slicken und bis ins kleinste klangliche Detail durchorganisierten Band Steely Dan, hasste das Album: "Bitches Brew klingt, als ob die Platte auf einer Müllhalde aufgenommen worden wäre. Miles Davis wollte offenbar Funk spielen und wählte die falschen Typen dafür aus. Die beherrschten den Stil einfach nicht, sie waren viel zu chaotisch". Dies stellte allerdings eine Minderheitenmeinung dar, denn zahlreiche andere Kritiker waren zwar ebenfalls irritiert, dass der sensible Poet eines romantisch gedämpften Trompetenklanges plötzlich derart aggressiv-krachende Musik produzierte, jedoch auch fasziniert: Das Album mit seinem surrealen Cover und einem revolutionären Klang-Amalgam aus Rock-Rhythmen, elektronischen Keyboardklängen, verzerrten Gitarrentönen und Trompetensignalen, die in der Unendlichkeit eines virtuellen Grand Canyon zu verhallen scheinen, galt schnell als Klassiker. Schon 1976 hatte sich "Bitches Brew" 500.000 mal verkauft - eine für Jazz fast unvorstellbare Größenordnung - und gleichzeitig einen Trend eingeleitet, der die gesamte Dekade beherrschen sollte: Electric Jazz, auch als Jazzrock oder Fusion bekannt. Zahlreiche Musiker, die auf "Bitches Brew" mitwirkten - der Gitarrist John McLaughlin, der Saxophonist Wayne Shorter, die Pianisten Joe Zawinul und Chick Cores, der Bassist Dave Holland - wurden wenig später zu Fusion-Superstars und konnten die Botschaft vom Jazz, der durch Elektrifizierung eine neue Durchschlagskraft erhielt, in einem Massenpublikum verankern. Doch "Bitches Brew" war nicht nur aufgrund der Kollision von Sly Stones Funk-Rhythmen mit den atonalen Klang-Entäußerungen der Fire Music aus den Sixties bahnbrechend, sondern auch wegen der völlig neuen Verwendung des Aufnahmestudios. Teo Macero, der nicht nur ein begnadeter Toningenieur war, sondern der wesentliche Klangregisseur an der Seite von Miles Davis, zerschnitt die Bänder der Sessions, und collagierte die Partikel, angereichert durch Hall und Echo-Effekte so, dass eine Art von Hypertext entstand, der nicht die Authentizität des Improvisationsvermögens der Musiker abbildete, sondern die verführerische Künstlichkeit einer kubistischen Sound-Skulptur. Das Erstaunlichste an "Bitches Brew" ist allerdings, dass das luxuriöse Doppelalbum im Gegensatz zu zahlreichen schlecht gealterten Platten aus den 1970er Jahren heute noch so frisch und zukunftsneugierig klingt wie am ersten Tag. Damals schrieb der Rolling Stone: Die elektrische Musik von Miles Davis sei "so reichhaltig in Form und Substanz, dass sie jeden, der zuhört, zu ausschweifenden Expeditionen der Imagination einlädt".

Donnerstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Der Kultur-Abend

Feature, Hörspiel, Musik Don Don Don Quijote - Attackéee Selbst ist die Frau Seelische Kraft und menschliche Fülle

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Bedrohte Existenz Individuelle Ängste und gesellschaftliche Chancen in der Corona-Krise Von Teresa Sickert In diesen Zeiten bangen viele Menschen nicht nur um die Gesundheit ihrer Liebsten, sondern auch um ihre Existenz. Der Kulturbetrieb ist zum Stillstand gekommen, Restaurants und Cafés sind geschlossen. Viele Betriebe haben ihre Produktion eingestellt, andere müssen es, weil sie nicht mehr mit den nötigen Gütern beliefert werden. Seit Corona fühlen sich so viele Menschen existenziell bedroht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Es ist eine Krise, die vor keiner gesellschaftlichen Schicht Halt macht. Doch - ist das wirklich so? Oder verschärft die aktuelle Krise nicht sogar bestehende Ungleichheiten in der Bevölkerung?

Donnerstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Wie die Millennials arbeiten wollen. Zwischen Sicherheitsdenken und Selbstverwirklichung (4). Gestaltung: Irmgard Wutscher Reparatur der Zukunft. Das Casting neuer Ideen (4). Gestaltung: Team des Radiokollegs Das Jahrhundertalbum Bitches Brew. Wie Miles Davis den Electric Jazz erfand (4). Gestaltung: Thomas Mießgang

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